Medikamentöse Behandlung - die zentrale Säule der Osteoporose-Behandlung
Medikamente können den verstärkten Knochenmasseverlust und eine Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochengewebes aufhalten sowie deren Aufbau unterstützen und somit Knochenbrüche verhindern. Heute gibt es zahlreiche Medikamente, mit denen Osteoporose-Patienten geholfen werden kann. Welches Medikament für Sie das Richtige ist, wird Ihr Arzt nach entsprechender Untersuchung mit Ihnen besprechen. Nach heutigem Stand der Wissenschaft sind zur Behandlung der Osteoporose die Bisphosphonate, SERMs (Selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren), Strontiumranelat und Teriparatid Therapien der ersten Wahl.
Wie wirken Bisphosphonate?
Wie wirkt Kalzium?
Wie wirkt Vitamin D?
Wie wirken SERMs?
Wie wirkt Strontiumranelat?
Wie wirkt Teriparatid?
Bisphosphonate
Bisphosphonate können den Knochenabbau vermindern und das Risiko für Knochenbrüche an Wirbelsäule und Schenkelhals schnell verringern. Sie haben sich als einfache und sehr wirksame Osteoporose-Therapie bewährt und sind gut verträglich.
Kalzium
Kalzium ist zur Unterstützung einer Osteoporose-Behandlung sehr wichtig. Der natürliche Kalziumverlust des Körpers kann bei unzureichender Kalzium-Aufnahme durch die Ernährung auch in Form von Kautabletten oder als Brausegranulat zum Trinken ersetzt werden.
Vitamin D
Vitamin D ist notwendig, damit der Körper das Kalzium aus der Nahrung gut aufnehmen kann. Bei ausreichendem Sonnenlicht (UV-Strahlung) bildet der Körper selbst Vitamin D in der Haut. Deshalb sollten Sie sich täglich ca. 30 Minuten im Freien aufhalten. Auch in Milchprodukten, Eiern und vor allem in Fettfischen (Hering, Makrele, Lachs) ist Vitamin D enthalten. Alternativ kann Vitamin D (auch zusammen mit Kalzium) als Tablette oder Brausegranulat zum Trinken eingenommen werden.
SERMs (Selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren)
SERMs sind Substanzen, die den Östrogenen in der Wirkung am Knochen in vieler Hinsicht ähneln. Sie hemmen den Knochenabbau und sind zur Vorbeugung und Behandlung der Osteoporose zugelassen.
Strontiumranelat
Strontium vermindert das Knochenbruch-Risiko durch Förderung des Knochenaufbaus und Hemmung des Knochenabbaus. Es kann sich an Stelle von Kalzium im Knochen einlagern.
Teriparatid
Teriparatid fördert den Knochenaufbau und vermindert das Knochenbruchrisiko. Zur Osteoporose-Behandlung muss die Substanz täglich injiziert werden.


