Wie kann Osteoporose vorgebeugt werden?
Osteoporose, ist eine Volkskrankheit, von der vor allem Frauen und Männer im höheren Lebensalter betroffen sind. Bis etwa zum 35. Lebensjahr wird Knochenmasse aufgebaut, danach verringert sich die Knochendichte langsam. Je fester die Knochen in jungen Jahren sind, umso langsamer verläuft der Abbauprozess. Die Erkrankung Osteoporose ist durch eine Störung im Knochenstoffwechsel gekennzeichnet, wodurch die Knochenmasse über das normale Maß hinaus abnimmt und die Knochenstruktur verändert wird. Es gibt aber Möglichkeiten, dem Abbau der Knochenmasse entgegen zu wirken.
Was kann mein Arzt für mich tun, um Osteoporose vorzubeugen?
Wie kann gezielte Ernährung Osteoporose vorbeugen?
Wie kann Bewegung Osteoporose vorbeugen?
Wie können Stürze vermieden werden?
10 Tipps zur Vorbeugung
Wie können Stürze vermieden werden?
Knochenbrüche bei einer bestehenden Osteoporose-Erkrankung können schon durch Stürze in alltäglichen Situationen vorkommen. Die eigene Wohnung kann mitunter von Stolperfallen nur so wimmeln. Mit den folgenden Ratschlägen möchten wir Ihnen helfen, das Risiko für einen Sturz zu senken und ihren Wohnraum sicherer zu gestalten.
Sicheres Haus Raum für Raum...
Helligkeit schützt Sie am besten vor einem unnötigen Sturz. Generell ist im gesamten Wohnraum für die richtige Beleuchtung zu sorgen, nicht nur durch ausreichendes Tageslicht, sondern auch durch entsprechende künstliche Lichtquellen. Besonders gute Sicht benötigt man an potenziellen Gefahrenstellen wie z. B. TrepÂpenhaus, Türschwellen oder dem Hauseingang. Auch lose Teppiche, störende Möbelkanten und freiliegende Kabel sind Gefahren für die Knochen. Räumen Sie alles weg, worüber Sie stolpern könnten und überprüfen Sie, ob Geländer (am besten beidseitig) fest und Läufer/Teppiche rutschsicher sind.
Schlafzimmer/Wohnraum
Sorgen Sie für einen gut erreichbaren Lichtschalter bzw. eine Nachttischlampe in der Nähe Ihres Bettes. Eine Liegehöhe von 50 bis 55 cm und ein höhenverstellbares Lattenrost ermöglichen ein sicheres und leichteres Aufstehen. Sessel oder Sofa sollten „knochenfreundlich“ sein. Man muss sich problemlos hineinsetzen und daraus wieder aufstehen können.
Badezimmer
Fußboden, Badewanne und Dusche sind riskante Orte, weil man immer damit rechnen muss, dass die Flächen durch das WasÂser feucht und glatt werden können. Eine rutschfeste Matte für Boden, Badewanne oder Dusche hat sich bewährt. Achten Sie auch auf Griffe an Wanne und WC. Wenn der WC-Spüler sehr weit entfernt ist, kann er zur besseren Erreichbarkeit auch neben dem WC montiert werden. Ein unterfahrbares Waschbecken ist sinnÂvoll, weil so auch das Waschen im Sitzen möglich ist.
Küche
Achten Sie darauf, dass Arbeitsplatten, Herd, Spülmaschine usw. in der für Sie idealen Arbeitshöhe angebracht sind und Sie Lebensmittel, Geschirr und Töpfe gut erreichen können. Hängeschränke sind oft so hoch angebracht, dass die oberen Fächer kaum oder nur durch Kletteraktionen zu erreichen sind. Das Klettern auf Stühle oder Trittleitern kann für Sie aber riskant sein. Für die Unterschränke sind Auszüge und Schubladen eine praktische Lösung. Auch Kochutensilien können in der Küche ein echtes Hindernis sein. Stellen Sie daher Pfannen immer mit dem Stil zur Wand in Regale, Schränke und auf die Herdplatte. So vermeiden Sie, dass Sie daran hängen bleiben und ins Stolpern kommen. Wischen Sie verschüttete Speisen oder Flüssigkeiten wegen der Gefahr des Ausrutschens am besten umgehend auf. Reinigungsgeräte für den Boden sind auch mit Stiel erhältlich und ersparen das Bücken.
10 Tipps zur Vorbeugung
- Überprüfen Sie Ihren Speiseplan: Reduzieren Sie phosphathaltige Lebensmittel (z.B. fetten Käse, Fleisch, Wurst, Schokolade). Diese tragen zum Kalziumverlust des Körpers bei.
- Ernähren Sie sich kalziumreich: Milch und Joghurt sind ideal.
- Beachten Sie unsere speziell zusammengestellten Osteoporose-Rezepte
- Vorsicht mit Alkohol und Zigaretten: Bier und Wein sind Kalziumräuber. Auch Zigaretten können den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen.
- Achten Sie auf ausreichenden Aufenthalt an der frischen Luft. Die natürliche Sonnenstrahlung kurbelt die für den Knochenstoffwechsel wichtige Vitamin D-Produktion an.
- Vermeiden Sie Fehlhaltungen. Sie führen zu Muskelverspannungen und teilweiser Inaktivität, was wiederum die Knochen schwächt.
- Bewegung stärkt die Knochen: Schon regelmäßige Spaziergänge oder Fahrradtouren wirken sich positiv auf den Knochenstoffwechsel aus. Darüber hinaus gibt es eine spezielle Osteoporose-Gymnastik. Diese sollten Sie aber nur unter der Aufsicht eines geschulten Trainers durchführen. Zahlreiche Selbsthilfegruppen, aber auch zum Teil Turnvereine, bieten entsprechende Kurse an.
- Um Stürze zu vermeiden, tragen Sie bequeme, feste Schuhe, in denen Sie ausreichenden Halt finden.
- Um Knochenbrüchen vorzubeugen, beseitigen Sie Stolpersteine in Ihrer Wohnung: Machen Sie z. B. Ihre Teppiche durch entsprechende Unterlagen rutschsicher und legen Sie eine rutschfeste Matte in Ihre Badewanne. Kabel sollten nicht frei herumliegen, sondern befestigt werden.
- Gehen Sie regelmäßig zum Arzt und lassen Sie nach ärztlichem Rat oder im Abstand von etwa ein bis zwei Jahren ihre Knochendichte prüfen, besonders, wenn Sie zur Risikogruppe gehören (z.B. bei einer Langzeittherapie mit Cortison).


