FAQ
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Was ist Osteoporose?-
Die Krankheit Osteoporose (= Knochenschwund) ist durch eine niedrige Knochenmasse und eine Zerstörung der Mikroarchitekur (poröse Knochenstruktur) gekennzeichnet. Der Knochen wird instabil und damit steigt die Gefahr, dass der Knochen bricht (= Fraktur). Die Wirbelsäule ist vornehmlich betroffen, aber auch Hüfte und Handgelenk sind typische Frakturstellen bei Osteoporose. (Bildquelle: Prof. Dr. Hans-Jürgen Pesch, Erlangen)
- Kategorie: Osteoporose
Wie groß ist das Problem?-
In der Bundesrepublik leiden ca. vier bis sechs Millionen Menschen an Osteoporose. Etwa 2,5 Millionen Menschen haben aufgrund dieser Erkrankung bereits Knochenbrüche erlitten. 18 Prozent aller Frauen und sechs Prozent aller Männer, die älter sind als 40 Jahre, sind betroffen.
Bei den Frauen über 50 Jahren sind bereits 30 % an Osteoporose erkrankt. 70 % aller Frakturen bei Frauen nach dem 45. Lebensjahr sind auf eine Osteoporose zurückzuführen. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland bei etwa 30 % aller Frauen im Alter von 70 und darüber osteoporotische Wirbelkörperfrakturen vorliegen. Bei Männern liegt die Rate nach Schätzungen etwa bei 15 %.
Auch wenn in der Mehrzahl ältere Menschen von Osteoporose betroffen sind, kann man unter bestimmten Voraussetzungen auch in jungen Jahren daran erkranken, z. B. durch eine langanhaltende und hochdosierte Cortisonbehandlung.- Kategorie: Information
Was kostet Osteoporose das Gesundheitswesen?-
Die Kosten für die Behandlung osteoporotisch bedingter Erkrankungen belaufen sich auf insgesamt 3.7 Milliarden Euro. Die Kosten resultieren aus einer Reihe von Faktoren. So kostet z. B. laut Statistischem Bundesamt allein die Klinikbehandlung einer Schenkelhalsfraktur 15.000 Euro, nicht berücksichtigt sind dabei die Kosten für Arbeitsausfall, Rehabilitation und Hilfsmittel. Durch eine rechtzeitige Diagnose und konsequente Behandlung könnten viele dieser Kosten vermieden werden.
Was sind die Symptome?-
Ein Wirbelkörper kann ohne äußeren Einfluss brechen. Ein gebrochener (kollabierter) Wirbelkörper macht sich zunächst durch einen scharfen Rückenschmerz bemerkbar. Zusätzlich können Muskel- und Knochenschmerzen auftreten. Eingebrochene Wirbel und der Verlust an Knochenmasse führen dazu, dass die Haltung sich ändert. Insgesamt nimmt die Körpergröße ab, und häufig entwickelt sich ein Rundrücken (der sogenannte Witwenbuckel), ein typisches Zeichen der manifesten Osteoporose. Osteoporose wird auch die "lautlose Krankheit" genannt, da der Knochenschwund lange Zeit ohne spürbare Symptome fortschreitet. Irgendwann sind die Knochen dann so instabil und schwach, dass sie schon bei geringsten Anlässen, zum Beispiel beim Anheben einer Tasche oder sogar beim Husten brechen.
Wer ist gefährdet?-
- Wechseljahre vor dem Alter von 45 Jahren (weniger als 30 Jahre Regelblutungen)
- Osteoporose in der Familie
- Brüche ohne entsprechende Ursache (z.B. Unfall oder Sturz)
- Entfernung der Eierstöcke
- Längerfristige Anwendung von cortisonhaltigen Medikamenten in höherer Dosierung und Mittel gegen Epilepsie
- Chronisch geringe Kalziumzufuhr (Mangelernährung, verringerte Kalziumaufnahme), z.B. auf Grund von Magen-Darm-Erkrankungen
- Dünne Knochen
- Bewegungsmangel
- Rauchen
- Übermäßiger Alkoholgenuss
- Fortgeschrittenes Alter
Wie kann Osteoporose festgestellt werden?-
Mit speziellen Messmethoden kann die Knochendichte an verschiedenen Körperstellen gemessen werden. Anhand der Messergebnissen kann der Arzt das Risiko für Knochenbrüche abschätzen und bei Bedarf eine Therapie einleiten. Eine Osteoporose mit bereits bestehenden Knochenbrüchen (manifeste Osteoporose) ist auf einem Röntgenbild nachweisbar.
Wie kann das Risiko gesenkt werden?-
Sie können selber viel tun, um einer Osteoporose vorzubeugen:
- Ausreichende Kalziumzufuhr (1000 - 1500 mg /Tag)
- Ausreichend Vitamin D
- Vermeidung phosphathaltiger Nahrungsmittel (z.B. Colagetränke, Wurstwaren)
- Regelmäßige körperliche Bewegung
- Alkohol, Tabak und Kaffee in Maßen
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Osteoporose in Ihrer Verwandtschaft häufiger vorkommt, oder Sie den natürlichen Schutz durch Östrogen (Wechseljahre) verloren haben. Eine Beschreibung, wie Sie einer Osteoporose vorbeugen können, finden Sie in der Rubrik Vorbeugung.
Wie wird Osteoporose behandelt?-
Derzeit sind Verfahren und Medikamente verfügbar, die einen weiteren Knochenschwund und Brüche verhindern helfen.


