Liebe Patientin,
Lieber Patient,
vielleicht sind gerade Sie eine von drei Frauen oder einer von fünf Männern auf der Welt, die von der Volkskrankheit Knochenschwund betroffen sind oder zur Risikogruppe gehören?
Der Teufelskreis der Osteoporose ist aber kein unabwendbares Schicksal. Je früher die Krankheit erkannt und behandelt wird, umso bessere Chancen haben Sie, den Verlauf positiv zu beeinflussen und schwerwiegende Folgen zu vermeiden! Das gelingt Ihnen am besten, wenn Sie genau über Ursachen, Entwicklung und Folgeerscheinungen der Osteoporose Bescheid wissen.
Mit einer positiven Einstellung können Sie Ihre Therapie unterstützen. Unsere Website möchte Sie informieren, wie Sie durch einen gesunden Lebensstil mit gezielter Ernährung und regelmäßiger Bewegung frühzeitig dem Abbau von Knochenmasse vorbeugen können. Außerdem sollen Ihnen die wichtigsten Grundlagen des Knochenstoffwechsels, der Diagnosefindung und die Bausteine der medikamentösen Therapie anschaulich erläutert werden.
Osteoporose – was ist das eigentlich?
Wer ist von Osteoporose betroffen?
Was sind die Anzeichen der Osteoporose?
Wie hoch ist mein Osteoporose-Risiko?
Osteoporose – was ist das eigentlich?
Osteoporose, umgangssprachlich spricht man auch vom „Knochenschwund“, ist eine Volkskrankheit, von der vor allem Frauen und Männer im höheren Lebensalter betroffen sind.
Die Erkrankung ist durch eine Störung im Knochenstoffwechsel gekennzeichnet, wodurch die Knochenmasse über das normale Maß hinaus abnimmt und die Knochenstruktur beeinträchtigt wird: Der Knochen wird im wahrsten Sinne des Wortes porös und verliert an Stabilität. Das hat zur Folge, dass er schon bei geringen Belastungen wie etwa kleinen Stürzen, beim Heben der Einkaufstasche, beim Bücken oder Niesen brechen kann. Ein zusätzlicher Mangel an wichtigen Knochenbausteinen wie dem Kalzium, das die Knochen härtet und festigt, sowie an Vitamin D, welches beim Einbau des Kalziums ins Knochengewebe behilflich ist und gleichzeitig die Kalziumaufnahme des Körpers unterstützt, kann die Osteoporose noch verschlimmern. Mehr über den Knochen lesen Sie hier.
Wer ist von Osteoporose betroffen?
Schätzungen zufolge leidet in Deutschland bereits fast jede dritte Frau und ungefähr jeder fünfte Mann über 50 Jahren unter Osteoporose. Das sind immerhin fast acht Millionen Menschen. Zwei Millionen Menschen haben in Deutschland aufgrund einer Osteoporose bereits einen Knochenbruch erlitten.
Meist vergehen Jahre, bevor die Krankheit erste Beschwerden verursacht. Je früher der Arzt den Knochenschwund erkennt, desto besser kann er sein Fortschreiten verhindern. Akute oder immer wiederkehrende Rückenschmerzen sind zumeist das erste Warnzeichen für eine Osteoporose. Die Krankheit wird aber oft erst dann erkannt, wenn bereits Knochenbrüche aufgetreten sind. Typische Brüche ereignen sich an den Wirbelkörpern, dem Oberschenkelhals oder dem Handgelenk.
Auch wenn in der Mehrzahl ältere Menschen von Osteoporose betroffen sind, kann man unter bestimmten Voraussetzungen auch in jungen Jahren daran erkranken, z. B. durch eine lang anhaltende und hoch dosierte Cortisonbehandlung.
Was sind die Anzeichen der Osteoporose?
Ein scharfer Rückenschmerz, hervorgerufen durch einen kollabierten (in seiner Form oder Höhe veränderten, also gebrochenen) Wirbelkörper ist häufig ein Anzeichen für eine Osteoporose. Der Wirbelkörperbruch kann ohne äußeren Einfluß erfolgen. Zusätzlich können Muskel- und Knochenschmerzen auftreten. Eingebrochene Wirbel und der Verlust an Knochenmasse führen dazu, dass die Haltung sich ändert. Insgesamt nimmt die Körpergröße ab, und häufig entwickelt sich ein Rundrücken (der sogenannte Witwenbuckel), ein typisches Zeichen der manifesten Osteoporose. Osteoporose wird auch die „lautlose Krankheit" genannt, da der Knochenschwund lange Zeit ohne spürbare Symptome fortschreitet. Irgendwann sind die Knochen dann so instabil und schwach, dass sie schon bei geringsten Anlässen, zum Beispiel beim Anheben einer Tasche oder sogar beim Husten brechen.
Wie hoch ist Ihr Osteoporose-Risiko?
Die Internationale Osteoporose Foundation (IOF) hat einen neuen Kurztest herausgegeben. Der 60-Sekunden Fragebogen1 enthält weniger als 20 einfache Fragen zur Familiengeschichte, Krankengeschichte und Lebensführung. Wird eine der Fragen mit ja beantwortet, bedeutet das nicht, dass Sie Osteoporose haben. Es kann aber sein, dass Risikofaktoren vorliegen, die zu Osteoporose und Knochenbrüchen führen können. In diesem Fall sollten sich die Betroffenen an ihren Arzt wenden.
Sie können den Test hier durchführen.
Mehr Informationen und den Test erhalten Sie über ihre nationale Osteoporose Gesellschaft im Internet unter: www.iofbonehealth.org


